Agroforstwirtschaft

Ökologische und ökonomische Vorteilswirkungen durch Landnutzungssysteme

Agroforstwirtschaft bezeichnet Landnutzungssysteme, die Bäume und/oder Sträucher mit Ackerkulturen und/oder Tierhaltung auf einer Fläche kombinieren. Dieses System wird derzeit hauptsächlich von kleineren, divers aufgestellten Bauernhöfen angewandt. Größere Landwirtschaftsbetriebe hingegen nutzen ihre Felder so, dass sie besonders effektiv und schnell bewirtschaftet werden können, was den Boden und die Tier- und Pflanzenwelt im Umfeld dieser Felder stark belasten kann. Agroforstwirtschaft bietet die Chance, durch die verschiedenen Komponenten auf dem Feld, ökologische Wirkweisen, wie z.B. Erosionsschutz, Verbesserung der Bodenqualität und Schutz der Artenvielfalt, entstehen zu lassen. In ökonomischer Hinsicht verlagert man die Betriebseinnahmen auf mehrere Standbeine, ist damit unabhängiger und gleichzeitig geschützter vor schwierigen Marktentwicklungen, wie z.B. Preisdumping. Agroforstwirtschaft ist derzeit noch nicht im großen Stil möglich, was vor allem an der Praktikabilität oder ökonomischen Zwängen liegt.