Streuobstwiese

Streuobstwiesen sind eine traditionelle Art des Obstbaus. Sie sind Biodiversitätshotspots.

Streuobstwiesen können bis zu 5000 verschiedene Pflanzen-und Tierarten beheimaten und zählen damit zu den artenreichsten Biotoptypen in Mitteleuropa. Insbesondere unter dem Aspekt der Biodiversität sind diese bedrohten Lebensräume also unbedingt zu schützen. Um den Genpool der Obstbäume möglichst groß zu halten, sollten vor allem alte Obstbäume, wie z.B. die Landsberger Renette oder die Goldparmäne, gepflanzt und gepflegt werden. Damit kann verhindert werden, dass der Genpool weiter verarmt. Der Schutz des Genpools ermöglicht außerdem, weitere Sorten zu züchten, die extremen Klimaveränderungen standhalten können. Streuobstwiesen sind ein sehr gutes Beispiel für eine umweltschonende Landwirtschaft. Da sich für die kommerzielle Landwirtschaft diese
Art des Obstbaus allerdings nicht mehr rentiert, verschwinden jedes Jahr viele dieser einzigartigen Ökosysteme. 80% der Streuobstwiesen in Deutschland sind der Intensivierung der Landwirtschaft (u.a. Monokulturen, Flächenverbindung) zum Opfer gefallen.